AutorIn des Beitrages:
Hranitzky Hella-Maria 7202 Bad Sauerbrunn h.m.-w.m.hranitzky@aon.at
Zurück | Mei Bam
I hab a klans Bamerl pflanzt in mein Goartn,
Saftig die Wurzerln, kerzengrad da Stamm,
Kunnt mi kaum sattsegn an d’ Blatterln, de zoatn,
G’hofft, dass ’s aufblüat zu an g’sundn Bam.
Umsorgt hab i’s, wiar a Muatta ihr Kind,
Und schön i’s g’wachsn, war mei ganze Freid,
Seine Blatterln habn tanzt im lauen Wind,
Greane Schattn g’spendt in der Summazeit.
Dann ist da Frost kumma, hat mei Bamerl angrührt
Sei Herz is erzittert, hat’s schmerzlich g'schpürt,
D’ Asterln hängan oba, die Blatterln verdoarn …
Eppas in eam is ganz anfach dafroarn.
Aba mei Bam is stark, er geht net z’grund,
I bin ma sicha, er wird wieda g’sund.
Do ohne Dei Hüf, Herr, wird des net geh’n
Drum bitt i Di vümois, gib eam Dein Segn.
Schick eam Dein’ Lebnshauch vom Himmelreich her,
Dann blüat er a wieda – zu Deiner Ehr.
Mai 2011
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